20. Dezember 2017  —  Allgemein

Die AufMöbler gehen bei der nachhaltigen Verarbeitung von Restholzabfällen neue Wege. Aktuell arbeiten sie an der Entwicklung von Massivholzplatten, Möbeln, Akustikelementen, Wandplatten und einigem mehr. Die bereits vorhandenen Prototypen werden im Zuge des Kooperationsprojekts „Reliqua“ verfeinert und auf ihre Serientauglichkeit überprüft.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne – damit ist Abfall unausweichlich. Zwar ist mit zunehmendem Bewusstsein von endlichen Ressourcen und dem sich vollziehenden Klimawandel bei produzierenden Betrieben ein verstärktes Umweltbewusstsein gewachsen, dennoch werden in vielen Tischlereien wertvolle Restholzabfälle selten genutzt. „Oft ist das Verhältnis zwischen hohen Arbeitskosten und geringem Materialwert der Anlass dafür, dass Restholzabfälle ungenutzt bleiben und verheizt oder entsorgt werden. Durch neue Nutzungsideen, technische und gestalterische Lösungen wollen wir aus Restholz wertvolle Holzprodukte kreieren“, erklärt Projektpartner Wolfgang Katteneder von der gleichnamigen Tischlerei aus Rechberg.

MHC schafft Zugang zu breitem Netzwerk
Vor allem großformatige Holzabfälle und neue Materialien zu verbinden, ist eine der wesentlichsten technischen Herausforderungen im Projekt „Reliqua“. Hierzu wurde das Projektkonsortium durch zwei Gestalter und einen Industriebetrieb aus dem Bereich Verleimung abgerundet. Dieses multidisziplinäre Team entwickelt völlig neue Lösungsansätze für eine hochkomplexe Problemstellung. Sowohl die Gestalter Mag. Gerd Rosenauer von x-visions als auch der Industriebetrieb Synthesa kommen aus dem Netzwerk des Möbel- und Holzbau-Clusters.

Das Projekt „Reliqua“ ist der neueste Coup der Aufmöbler. Die Kooperationsgruppe hat erkannt, dass das Thema Kreislaufwirtschaft in der Möbel- und Holzbaubranche noch wenig bespielt wird, aber unglaubliches Wachstumspotenzial bietet. Unterstützung finden die AufMöbler beim Möbel- und Holzbau-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.

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